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Foto von: Kadi-Liis Koppel

TOP 6 – Das können und sollten Sie in Tallinn in sechs Stunden unternehmen

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Autor: Liine Toomse  •  27.02.2019

Sie haben nur wenig Zeit mitgebracht? Dann haben Sie Glück, denn Tallinn ist kompakt genug, dass Sie viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit ganz bequem besuchen können. 

In der Altstadt finden Sie viele historische und interessante Sehenswürdigkeiten, die alle leicht zu Fuß erreicht und nicht übersehen werden können. Aber es gibt es noch viel mehr zu entdecken. Sie sollten daher auch ein wenig Zeit für andere faszinierende Gegenden in Tallinn reservieren, wie z.B. das grüne und wunderschöne Kadriorg (Katharinental) oder den trendigen Hipster-Stadtteil Kalamaja. Wenn Sie nicht mehr als sechs Stunden zur Verfügung haben, sollten Sie sich für einen der beiden Stadtteile entscheiden, denn für beide reicht die Zeit wohl nicht.
 

1. Spazieren Sie an und auf der Stadtmauer

Viele Besucher erreichen Tallinn mit dem Schiff. Das Erste, was Sie vom Meer aus zu sehen bekommen, sind die Türme der Tallinner Altstadt, die wie rote Zacken die Stadt umgeben. Diese Objekte sind die noch vorhandenen Verteidigungstürme und die dazugehörige Stadtmauer. Sie gehören wohl zum Coolsten, was Sie in unserer Stadt besichtigen können.

Wie alle anderen Besucher müssen auch Sie zunächst an dieser Mauer vorbeikommen. Heutzutage müssen Sie dazu nicht Ihre Absichten kundtun, aber Sie können sich vorstellen, wie im Mittelalter Wachen auf der Mauer zu Ihnen hinunterschauten. Die Mauer, die ursprünglich fast 2,4 km lang und aus Kalkstein war, besaß acht Tore, 46 Türme und einen imposanten Graben. Letzterer ist nur noch als ein Teich im Park zu sehen, aber erstaunliche 1,9 km der Mauer sind noch vorhanden und immerhin die Hälfte der Türme!

Die Tallinner Stadtmauer ist eine der besterhaltenen in ganz Nordeuropa und daher ein absolutes Muss. Also rauf auf die Mauer! Sie können auf der Stadtmauer spazieren und sich vorstellen, welche Kriege Tallinn in seiner Geschichte ausgetragen hat. Es gibt mehrere Abschnitte, die sich dafür eignen, z.B. den Hellemann-Turm auf der Müürivahe Str. Sie können auch drei Türme auf einmal besuchen: die Türme Nunna, Sauna und Kuldjala sind alle miteinander verbunden. Der berühmteste Abschnitt der Mauer befindet sich jedoch im Garten des dänischen Königs und führt zum Jungfernturm (Teil des Kiek in de Kök Festungsmuseum), den Sie nicht verpassen sollten! Die engen Straßen und Gassen hinter der Mauer verleihen ihrem Spaziergang das richtige mittelalterliche Feeling.

2. Erkunden Sie die Religionsgeschichte der Stadt

Neben den Türmen der Stadtmauer gibt es auch hohe, imposante Kirchtürme. Tallinns Skyline ist so beeindruckend, dass Hochhäuser sie nicht verschandeln dürfen, so regelt es ein Gesetz. Kein Gebäude darf höher sein als der höchste Kirchturm – der Turm der St. Olaikirche mit seinen 123,7 Metern. Die Esten äußern sich nicht besonders zu ihrer Religion, aber sie präsentieren gerne ihre alten Kirchen, und die Tallinner Altstadt hat mehrere zur Auswahl.

Beginnen Sie mit der St. Olaikirche, deren Turm Ihnen einen unvergleichlichen Ausblick auf Tallinn bietet, den Sie wohl nicht mehr vergessen werden! Nicht weit entfernt befindet sich die Heiliggeistkirche, in der im Mittelalter die Armen untergebracht waren und die die Wegbereiterin für estnische Bücher war. Ein weiteres Muss ist die St. Nikolaikirche (Niguliste kirik), die im Zweiten Weltkrieg nahezu komplett zerstört wurde und heute das Niguliste-Museum beherbergt, eine Filiale des Estnischen Kunstmuseums.

Die älteste Kirche befindet sich auf dem Hügel. Die Domkirche (auch Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria genannt) stammt aus dem 13. Jh. und hat viele Kämpfe und Brände in der Region überstehen müssen. Die wunderschönen Wappen an den Wänden suchen ihresgleichen und der Ausblick vom Turm ist atemberaubend. Schließlich sollten Sie auch die Alexander-Newsky-Kathedrale besuchen, die imposant über der Stadt thront und kostenlosen Eintritt gewährt.

3. Auf zum Rathausplatz

Der Rathausplatz (Raekoja plats) ist Herz und Seele der mittelalterlichen Altstadt. Hier finden oft Märkte und Konzerte statt. Wenn etwas in der Altstadt veranstaltet wird, dann hier. Im Sommer gibt es hier die Tallinner Altstadttage Anfang Juni und die Tallinner Mittelaltertage im frühen Juli. Von Mai bis September finden Sie mittwochs hier einen Handwerkermarkt vor. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn die eine der Sonderveranstaltungen verpassen.

Am Rathausplatz können Sie auch die am längsten betriebene Apotheke in Europa (1422) besuchen: die Ratsapotheke (Raeapteek). Falls Sie keine moderne Medizin benötigen, sollten Sie sich die historische Abteilung anschauen, wo noch Rezepte mit verbranntem Igel und Salz aus Menschenschädeln aufbewahrt werden. Außerdem wird traditioneller Alkohol verkauft, der damals als heilbringend angesehen wurde.

Hauptattraktion ist aber das Rathaus selbst, das 1404 erbaut wurde und das einzige gotische Rathaus in Nordeuropa ist. Schauen Sie nach oben! Auf dem Turm befindet sich Tallinns Symbol: der Alte Thomas (Vana Toomas). Im Sommer können Sie die schmalen Stufen emporklimmen und den Ausblick im Herzen der Altstadt genießen.
Eine wahre Herausforderung ist es, den großen, runden Stein mit Pfeilen zu finden, der sich irgendwo auf dem Platz befindet. Wenn Sie auf diesem Stein stehen und den Hals strecken, können Sie die fünf noch vorhandenen mittelalterlichen Türme der Altstadt sehen. Sie zu finden und zu benennen macht wirklich Spaß!

4. Verlieren Sie sich in den Straßen der Altstadt

In der Altstadt kann man sich leicht verlaufen. Das passiert sogar Einheimischen, die auch ab und zu umdrehen müssen. Die schmalen Gassen, Höfe und gewundenen Seitenstraßen sind ein unterhaltsames Durcheinander, das Sie ganz sicher genießen sollten.

Suchen Sie die zauberhafte St. Katharinenpassage mit ihren Kunstläden und dem Meisterhof auf, wo Romantiker sogar in warmen Sommernächten eine heiße Schokolade erhalten. Versteckte Antik- und Designläden haben Souvenirs. Überteuerte Bernsteinläden sollten Sie jedoch meiden. In der Altstadt können Sie auch einige Museen besuchen, wie z.B. das Estnische Historische Museum oder das urige NUKU Museum für Puppenkunst, das Spaß für Jung und Alt bietet.

Wenn Ihnen die Füße vom Kopfsteinpflaster und den Museen wehtun, sollten Sie zu einem Imbiss abseits der Hauptstraßen und –plätze verweilen. Die kürzeste Straße in der Altstadt, Saiakang, hat einige niedliche Cafés, während die Rataskaevu Str. Einheimischen Stärkung bietet. Die Vene Str. und die Müürivahe Str. sind zwei lange Straßen, die gute Gaststätten bieten.

Falls Sie sich wirklich verlaufen sollten, fragen Sie einfach nach dem Weg. Einheimische erkennen Sie an ihrem schnellen Gang und daran, dass sie nach unten oder geradeaus schauen, nicht nach oben auf Häuser und Türme.

5. Hoch auf dem Domberg

Der Domberg, auch bekannt als die Oberstadt, ist der Ort, von dem aus Estland regiert wird. Sowohl das Parlament als auch die estnische Regierung haben hier ihren Sitz. In der Domberg-Festung befindet sich das estnische Parlament (Riigikogu). Sie besteht aus mehrere Gebäuden, die die Geschichte zusammengeschweißt hat. Die mittelalterliche Kreuzfahrerfestung ist mit dem Schloss aus dem frühen Klassizismus vereint und verbirgt im Hof das einzige Parlamentsgebäude auf der Welt im expressionistischen Stil. Wenn Sie gut vorausplanen, können Sie das Parlament sogar besuchen. Am Sicherheitstor müssen Sie dann Ihren Pass vorzeigen und werden kurz überprüft.
Gegenüber vom Parlament befindet sich die russisch-orthodoxe Alexander-Newsky-Kathedrale. Betreten Sie den imposanten Sakralbau, atmen Sie Weihrauch ein und lassen Sie sich von all dem Gold blenden. Die historisch bedeutendste Kirche ist aber die Domkirche (auch bekannt als Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria), die im Estnischen Toomkirik genannt wird. Lassen Sie sich von den kargen weißen Wänden der lutherischen Kirche nicht täuschen; das Wichtigste finden Sie im Innern, denn diese Kirche hat mehr Geschichte in Tallinn gesehen als alle anderen.
Natürlich sollten Sie nicht die Aussichtsplattformen vergessen! Es gibt drei (KohtuotsaPatkuli and Piiskopi), die Ihnen fantastische Fotoansichten auf die Stadt bieten. Bei der Kohtuotsa-Aussichtsplattform finden Sie auch Möwen, die auf dem Mauerrand wie echte Supermodels posieren. Suchen Sie mal nach #Tallinnseagull und #Steventheseagull. Diese Vögel sind wohl die meistfotografierten der Welt.

6. Machen Sie einen Spaziergang im schönen Stadtteil Kadriorg oder im Hipster-Bezirk Kalamaja

Kadriorg

Tallinn besteht natürlich nicht nur aus der Altstadt; es gibt viel mehr zu sehen. Unternehmen Sie einen kurzen Spaziergang oder fahren Sie mit der Straßenbahnlinie 3 zum Stadtteil Kadriorg (Katharinental), der die schönste Gegend in Tallinn ist. Im Kadriorg finden Sie den herrlichen Sommerpalast, den Peter der Große für seine Frau Katharina erbauen ließ und der heute das Kunstmuseum Kadriorg beherbergt. Da dieses sich direkt neben dem Präsidentenpalais befindet, können Sie mit etwas Glück sogar die Wachablösung oder die Präsidentin selbst sehen.

In der Nähe gibt es noch viele weitere Museen, von denen das wichtigste das KUMU ist. Das Kunstmuseum KUMU bietet eine vielfältige Sammlung estnischer Kunst ab dem 18. Jh. und kann im Verlauf eines Besuchs komplett besichtigt werden.

Falls Sie nicht an Kunst, sondern eher an der Natur interessiert sind, setzen Sie sich einfach ins Gras und genießen ein Picknick. Die Cafés in der Nähe bieten dazu das Passende: KatharinenthalGourmet CoffeeDereku Burger oder NOP. Alle bereiten die Speisen vor Ort vor. Auf Ihrem Rückweg zum Hafen können Sie gemütlich an der Küste entlangspazieren.

Eine Alternative zum Kadriorg ist der Bezirk Kalamaja, der zurzeit wohl am angesagtesten ist. Kalamaja besteht aus zwei Teilen. Er hat ein industrielles Erbe aus dem 20. Jh. sowie reizende Holzhäuser, die einst die Arbeiter der Gegend behausten. Heute wohnen hier viele junge Familien, so dass ein Spaziergang durch den Bezirk Kalamaja Ihnen eine gute Vorstellung davon gibt, was in Tallinn zu den beliebtesten Wohnformen zählt.

Ein beliebter Bereich ist das Kreativzentrum Telliskivi. Hier wurde eine alte Industrieanlage in Studios, Büros, Restaurants, Coffee Shops und Bierbars, die einheimisches und internationales Craft Bier anbieten, umgewandelt. Das Kreativzentrum galt einst – während der weltweiten Rezession – als eine riskante Investition, hat sich aber seitdem positiv entwickelt und ist heute eine einmalige Gelegenheit für innovative Firmen.
 
Auf keinen Fall sollten Sie die coole Straßenkunst an den Häusern und Wänden der ehemaligen Fabriken verpassen. Der Telliskivi Bereich ist recht groß und ständig wird etwas Neues eröffnet – Pop-up Shops, Galerien oder Flohmärkte. Er befindet sich nahe der Altstadt und bietet Touristen die moderne Seite von Tallinn, wo alte Gebäude neuen Ideen ein Zuhause bieten.

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