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Foto von: Kaupo Kalda

Foto von: Toomas Tuul

Foto von: C.A. Lorentzen

Tallinn 800 – erste urkundliche Erwähnung der Stadt

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Autor: visittallinn.ee  •  24.05.2019

Das Jahr 2019 ist ein Meilenstein in Tallinns Geschichte. Am 15. Juni die Stadt feiert ihren 800. Geburtstag, in Erinnerung an ihre erste urkundliche Erwähnung in der Chronik von Heinrich von Lettland im Jahr 1219. Sie beschreibt die Schlacht von der Burg Lyndanisse (dem heutigen Toompea) zwischen dem dänischen König Waldemar II. und den estnischen Streitkräften.

Ab die erste Erwähnung der Stadt ist nicht der einzige Grund zum Feiern. Wir teilen unser großes Jubiläum mit der dänischen Staatsflagge, der Dannebrog. Nach einer bekannten Legende schwebte während der Schlacht ein rot-weißes Kreuz vom Himmel, das als Gottes Zeichen der Unterstützung von den Dänen gedeutet wurde und Ihnen einen schwer errungenen Sieg sicherte.

Die Stadt feiert den 800. Jahrestag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung mit verschiedenen Ausstellungen, Veranstaltungen im Freien und unter dem thematischen Festen, von denen viele in Zusammenarbeit mit dänischen kulturellen Einrichtungen stattfinden werden.

Tallinns Gründung

Im Jahre 2019 feiern wir den 800. Jahrestag der ersten bekannten Erwähnung der Stadt Tallinn im Jahre 1219. Allerdings ist die Siedlung viel älter, da sie perfekte Bedingungen für einen Hafen bietet. Archäologische Funde in Tallinns Zentrum lassen vermuten, das erste menschliche Ansiedlungen bereits vor 5000 Jahren vorhanden waren.

Im 10. oder 11. Jh. erbauten die Esten die Festung Lyndanisse (bzw. Kolyvan auf Russisch) auf dem heutigen Domberg (Toompea) im Zentrum des alten Landkreises Rävala (daher auch der deutsche Name der Stadt: Reval).

Heinrich von Lettland beschreibt in seiner Chronik die Ankunft der dänischen Flotte unter König Waldemar II. am Fuße der Burg Lyndanisse zum Beginn des 13. Jh. Gemäß der Chronik fand an diesem Ort am 15. Juni 1219 eine Schlacht statt, in der die Dänen einen schweren Sieg errangen. Wie oben erwähnt, schwebte der Legende nach eine rote Flagge mit einem weißen Kreuz vom Himmel und verhalf so den Dänen zum Sieg. Es ist die Geburtsstunde der Dannebrog, der heutigen dänischen Flagge. Heute können Sie im Garten des dänischen Königs (Taani kuninga aed) den Ort besuchen, an dem Waldemar II. angeblich sein Lager aufgeschlagen hatte und die dänische Nationalflagge geboren wurde.

Nach der Schlacht erbauten die Dänen auf dem Domberg eine Burg aus Stein und gaben der Stadt ihren estnischen Namen, Tallinn. Der Name soll von Taani-linn kommen, was „dänische Stadt“ bedeutet.

Am 15. Mai 1248 erhielt die damals als „Reval“ bekannte Stadt das Lübecker Stadtrecht, das Tallinn zum Mitglied eines gemeinsamen Rechtsraums mit mittelalterlichen deutschen Handelsstätten machte. Dank ihrer strategischen Lage zwischen Russland und Skandinavien entwickelte sich die Stadt zu einem großen Handelszentrum, besonders ab dem Ende des 13. Jh., als Tallinn Mitglied der Hanse wurde, einer starken wirtschaftlichen Vereinigung von Kaufmannsgilden und Städten in Nordwest- und Mitteleuropa.

Der dänischen Eroberung der Lyndanisse folgte eine lange Periode, in der abwechselnd die Dänen, Deutschen und Schweden über Estland herrschten. Im 18. Jh. übernahm Russland die Macht. Am 24. Februar 1918 erklärte Estland seine Unabhängigkeit, und Tallinn wurde der offizielle Name der Hauptstadt, der die deutsche Version „Reval“ und das russische „Revel“ verdrängte.

Lesen Sie mehr über Tallinns Geschichte (auf Englisch).

Tallinn, Taani-linn – eine dänische Stadt

Wie schon erwähnt, soll der heutige Name der Stadt von Taani-linn kommen, was „dänische Stadt“ bedeutet. Heute mag die Stadt Ihnen auf den ersten Blick nicht besonders dänisch vorkommen, aber Valdemar II. und seine Truppen haben der Stadt und ihren Einwohnern ihren Stempel aufgedrückt.

Nach der Schlacht von Lyndanisse 1219 bauten die Dänen auf dem Domberg eine Festung aus Stein. Seitdem ist sie der Sitz der Macht im Land gewesen. Alle Herrscher – die Dänen, Deutschen, Schweden, Russen und schließlich die Esten – haben sie je nach Bedarf und Geschmack verändert, so dass sie heute ein wahres Mosaik verschiedener Architekturstile ist.

Der Verteidigungsturm der Burg wird „Langer Hermann“ genannt und ist ein allseits geliebtes Nationalsymbol. Laut Tradition herrscht über Estland derjenige, dessen Fahne auf dem Turm weht. Heute beherbergt die Festung auf dem Toompea das estnische Parlament (Riigikogu), und jeden Morgen wird bei Sonnenaufgang zur Melodie der estnischen Nationalhymne die Fahne gehisst.

Die dänischen Herrscher waren es auch, die das eindrucksvolle Verteidigungssystem bestehend aus Mauern und Türmen um Tallinn anzulegen begannen. Es ist heute noch ein charakteristisches Merkmal der Altstadt. Im Jahre 1265 begannen die Arbeiten an der Mauer. Ihr heutiger Verlauf geht jedoch auf das 14. Jh. zurück. Heute gibt es noch 1,9 km der ursprünglichen Stadtmauer und 20 Verteidigungstürme, womit Tallinn eins der am besten erhaltenen mittelalterlichen Verteidigungssysteme in Europa aufweisen kann.

Wenn Sie mehr über dieses System erfahren möchten und auf der Stadtmauer von einem Turm zum anderen spazieren wollen, dann besuchen Sie das Festungsmuseum Kiek in de Kök. Sein Café befindet sich im Jungfernturm (Neitsitorn), von dem aus Sie einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und den Garten des dänischen Königs haben. Letzterer ist der symbolische Geburtsort der dänischen Flagge, der Dannebrog.

Wenn Sie genau hinschauen, finden Sie Zeichen mit dem rot-weißen Kreuz überall in der Stadt. Ein Symbol der Stadt, ein weniger bekanntes Wappen, zeigt ein Silberkreuz auf einem roten Hintergrund, ein direkter Verweis auf die Dannebrog. Das gleiche Symbol findet sich auch im Wappen des Landreises Harju vor den Toren der Stadt.

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